Puerto Pizarro und die Mangrovenwälder von Tumbes in Nordperu

Über Puerto Pizarro und die Mangrovenwälder von Tumbes bin ich zufällig gestolpert. Ich hatte schon Ecuador auf dem Plan und musste feststellen, dass Flüge von Lima nach Ecuador teurer sind als zum Beispiel nach Mexiko. Per Bus und in Etappen die Panamericana hoch war aus Zeitgründen leider nicht möglich. Als Alternative blieb ein Flug von Lima nach Tumbes, das fast direkt an der ecuadorianischen Grenze liegt. Um nicht einfach nur vom Flugzeug in den nächsten Bus nach Ecuador zu steigen, habe ich zwei Nächte im Hotel Gran Imperial gebucht, und die haben mir über LeoTours eine Tagesfahrt nach Puerto Pizarro inklusive Bootsfahrt durch die Mangroven und einen Spaziergang über die Grenze vermittelt. Das Ganze hat 80 Soles (ca € 21) gekostet und ging von 10:00 – 17:30 h. Wir waren zu sechst, außer mir noch zwei Frauen aus Lima und eine Familie aus Chiclayo, d.h. die Tour fand auf Spanisch statt. Ich denke, es ist in der Region schwierig, etwas auf Englisch zu finden Wenn du Glück hast, spricht der Tour-Guide etwas Englisch und macht es zweisprachig. 

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Von Tumbes nach Puerto Pizarro

Puerto Pizarro Peru
Die Bootsanlegestelle in Puerto Pizarro

Wie vereinbart wurde ich pünktlich um 10 Uhr in meinem Hotel abgeholt. Die beiden Frauen aus Lima saßen bereits im Auto und fuhren noch zur Unterkunft der Familie aus Chiclayo, bevor es dann Richtung Puerto Pizarro ging. 

Puerto Pizarro ist ein kleines Fischerdorf etwa 15 km von Tumbes entfernt. Die Gegend ist insbesondere für ihre schwarzen Muscheln (conchas negras) bekannt, eine Spezialität in der nordperuanischen Küste. Es wird aber auch viel ins Ausland exportiert. 

In Puerto Pizarro war das Wetter zwar warm, aber noch ziemlich diesig. Zum Glück änderte sich das im Laufe des Tages. Nach den langen Wochen im grauen Winter von Lima brauchte ich wirklich ein bisschen Sonne. 

Bootsfahrt durch die Mangroven

Von Puerto Pizarro ging es dann mit dem Boot los in Richtung Mangroven und Inseln. Rechts und links jede Menge bunte Fischerboote und Unmengen von Pelikanen, die sich ihren Anteil an Fisch aus dem Wasser holten. 

Wasserstraßen führten durch die Mangroven und unser Führer erklärte uns, dass die Fischer dort vor allem Muscheln und Krebse fischten. 

Isla de los crocodilos

Isla de los crocodilos
Krokodile auf der Isla de los crocodilos

Unser erste Stop war die Krokodilsinsel, auf der etwa 300 Krokodile nach Alter und teilweise Geschlecht getrennt in verschiedenen Basins leben. Plan ist, sie in der Zukunft wieder im Fluss Tumbes ansiedeln, wo sie ursprünglich mal heimisch waren. Ich bin mir nicht sicher, wie realistisch das ist, denn diese Krokodile werden bis zu 5 Meter groß und ob das von den Einheimischen so akzeptiert wird? 

Ich habe dort zum ersten Male in meinem Leben eine Gruppe kleinerer Krokodile laufen sehen, was ziemlich lustig aussah. Allerdings sind die auf ihren kurzen krummen Beinen durchaus ziemlich schnell. 

Insel de los aves - Insel der Vögel

Isla de los aves
Vögel auf der Isla de los aves

Unser nächster Stopp war die Isla de los aves, die Insel der Vögel. Leider haben wir nur angehalten und konnten die Insel nicht betreten. Da das Boot natürlich trotzdem nicht ganz ruhig war und sich logischerweise auch die Vögel bewegten, konnte ich nicht so viel fotografieren, wie es die Sache wert gewesen wäre. Auf jeden Fall war es ein tolles Erlebnis diese vielen verschiedenen und teils sehr großen Vögeln auf den Bäumen und im Flug zu beobachten. 

Isla Hueso de Ballena

Isla hueso de ballena
Isla Hueso de Ballena

Ich habe keine Ahnung, warum die Insel „hueso de ballena“, also Walknochen, heißt. Von Walen habe ich jedenfalls nichts gesehen und von Knochen auch nicht. 

Wie auch immer, diese Insel war für unser Mittagessen vorgesehen. Es gab ein Restaurant mit für Nordperu ziemlich heftigen Preisen und drum herum viele Souvenirverkäufer. Ziemlich touristisch also, aber niemand war aufdringlich. 

Wer wollte, hatte auch die Gelegenheit, schwimmen zu gehen. Das haben aber hauptsächlich Kinder gemacht. Da es keine Duschen gab und man sich danach nur in den ziemlich winzigen Toiletten umziehen konnte, war es auch nicht so optimal. Unsere Tour ging ja noch weiter. 

chicharrones
Chicharrón de Pescado - Frittierte Fischstücke

Peruanisch-Ecuadorische Grenze - Huaquillas

Nach unserer Mittagspause fuhren wir mit dem Boot zurück nach Puerto Pizarro und von dort zur Grenze. Die Stadt Huaquillas ist Zona Franca, d.h. man kann dort ohne Passkontrolle über die Grenze. Auf beiden Seiten der Grenze ist die Straße voll von kleinen Läden und ambulanten Verkäufern. Es ist laut und ständig versucht jemand, dir etwas zu verkaufen. Für mich war es eine ziemlich stressige halbe Stunde. Wenn ich nicht vorhabe, etwas zu kaufen, habe ich keine Lust, ständig jemanden abwehren zu müssen. Den Rückweg konnten wir zum Glück zur Hälfte auf einer ruhigeren Straße zurücklegen. In Huaquillas selber haben wir uns einen hübschen kleinen Platz angeschaut und das obligatorische Namensschild bewundert. 

Falls du vorhast, von Peru weiter nach Ecuador zu reisen, kannst du nicht einfach nach Huaquillas fahren. Der offizielle Grenzübergang liegt außerhalb der Stadt, ich habe einen Artikel darüber geschrieben, wie du dort per Taxi und Bus über die Grenze kommst. Es ist wohl irgendwo auch möglich, anders korrekt aus- und einzureisen, aber niemand konnte mir genau sagen, wie das funktioniert, weil die Peruaner halt entweder nur nach Huaquillas zum Einkaufen fahren oder sonst mit dem Auto nach Ecuador. 

Pünktlich um 17:30 Uhr war ich zurück im Hotel, aber so erledigt, dass ich an dem Tag nicht mehr herausgegangen bin. Da ich am nächsten Morgen weiter nach Cuenca gefahren bin, habe ich so von der Stadt Tumbes leider gar nichts gesehen. Nun denn, eventuell verbringe ich auf dem Rückweg noch einmal eine Nacht in Tumbes. 

Mangrovenwälder Tumbes
Tumbes Peru

Wer schreibt hier?

Hallo, mein Name ist Daniela. Ich komme ursprünglich aus Deutschland, habe seit 2018 meinen Wohnsitz in Peru und reise als digitale Nomadin durch Lateinamerika. Außer hier schreibe ich auch auf Digital Nomads Peru

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