3 Highlights in Perus Sacred Valley: Ollantaytambo – Maras – Moray

Peru ist mehr als Cusco und das Sacred Valley hat außer Cusco und Machu Picchu noch mehr zu bieten. In diesem Artikel stelle ich dir drei Highlights im Sacred Valley vor, die du entweder im Rahmen einer Tour von Cusco aus, mit Hilfe eines Taxis oder komplett auf eigene Faust erkunden kannst. Letzteres würde ich jedoch nur empfehlen, wenn du zumindest ein bisschen Spanisch sprichst und bereit bist, fremde Menschen um Hilfe zu bitten und ggfs per Anhalter zu fahren. 

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Von Cusco nach Ollantaytambo

Die Colectivos nach Ollantaytambo fahren in der Calle Pavitos ab. Wenn du dort ankommst und ausländisch und etwas verwirrt ausschaust, wird spätestens nach einer Minute jemand auf dich zukommen und dir eine Fahrt anbieten. Bis nach Ollantaytambo kostet es 10 Soles (ca. € 2,50) und dauert etwa anderthalb Stunden. Dein Gepäck wird zumeist auf dem Dach des Colectivos verstaut. Keine Panik, falls es anfängt zu regnen, ziehen sie eine Plane über die Gepäckstücke. In Ollantaytambo wirst du vor dem Markt abgesetzt, 2 Minuten zu Fuß vom Plaza de Armas entfernt. Die Stadt ist so klein, dass du zumindest mit Rucksack deine Unterkunft ohne Probleme zu Fuß erreichen solltest. 

Außer mit dem Colectivo gibt es noch die Möglichkeit, mit einem shared taxi von Cusco nach Ollantaytambo zu kommen. Das ist ein bisschen teurer (15 Soles) und meiner Meinung nach weniger bequem, weil der Fahrer erst losfährt, wenn 3 Leute zusammengequetscht auf dem Rücksitz hocken. 

Vegetation in den Anden
Vegetation in den Anden

Ollantaytambo

Die Gegend von Ollantaytambo war schon vor Zeiten der Inka bewohnt, aber diese haben fast alles gebaut, was Ollantaytambo heute ausmacht. Es ist eine nette kleine Stadt voller Straßen mit Kopfsteinpflastern, wo du viel Quechua hören wirst. Natürlich ist es vor allem um den Plaza de Armas herum auch sehr touristisch mit vielen Souvenirshops und Restaurants, in denen man dich hereinzulocken versucht. Ollantaytambo ist der nächstgelegene Bahnhof zu Aguas Calientes/Machu Picchu, deshalb übernachten dort viele und machen sich dann frühmorgens auf den Weg zu Machu Picchu.  

Ich selber habe im Chaski Wasi übernachtet, nur einen Block von der Plaza de Armas entfernt. Sie hatten ziemlich gutes Internet und Frühstück gab es im Café nebenan. Würde ich jederzeit wieder wählen. 

Für Ollantaytambo solltest du einen Tag einplanen, um vormittags die Inka-Ruinen zu besichtigen und am Nachmittag den Berg Pinkuylluna besteigen zu können. Achte ein bisschen auf die Zeit, denn der Pfad zum Pinkuylluna hoch ist nur bis 16:30 Uhr geöffnet. 

Plaza de Armas Ollantaytambo
Plaza de Armas Ollantaytambo

Inka-Ruinen Ollantaytambo

Die archäologische Fundstätte Ollantaytambo war in militärischer, religiöser und landwirtschaftlicher Hinsicht wichtig für die Inkas. Der Komplex ist ziemlich groß. Du kannst ihn entweder alleine erkundigen oder dir für etwa 80 Soles (ca € 20) einen Führer nehmen. Die Führung dauert etwa 2 Stunden. Ich bin alleine etwa 3 Stunden dort herumgelaufen und habe geschaut, fotografiert und die unglaubliche schöne Landschaft genossen. Viel los war nicht, weil ich vormittags dort war und bekanntlich sind dann die meisten Touristen bei Machu Picchu.

Nimm auf jeden Fall ausreichend Wasser (am besten in einer Lifestraw-Flasche) und Sonnenschutz mit mindestens LSF 50 mit. Ich habe es schon in anderen Artikel erwähnt: Du holst dir in den Anden schneller einen Sonnenbrand, als dir lieb ist und zwar einen ziemlich heftigen.

Zu den Eintrittspreisen fasse ich unten ein paar Informationen zusammen, mit deren Hilfe du besser entscheiden kannst, welches Ticket du genau brauchst.

Inka-Ruinen von Ollantaytambo
Inka-Ruinen, im Hintergrund der Pinkuylluna
Inka-Ruinen Ollantaytambo

Pinkuylluna-Berg

Ich besteige normalerweise keine Berge, aber der Pinkuylluna ist auch dann machbar, wenn du nicht so superfit bist. Die Inkas müssen da ziemlich oft hochgeklettert sein, denn am Berg findest du einige ehemalige Vorratskammern. Der Pfad beginnt im Dorf, ich habe ihn  intuitiv gefunden, aber natürlich kannst du auch fragen. Es geht teilweise ziemlich steil bergauf. Ollantaytambo liegt auf knapp 2.800 m Höhe. Das sind zwar 600 m weniger als Cusco, aber trotzdem könntest es dir passieren, dass du leichter aus der Puste kommst als normal. Mach einfach ab und zu eine kleine Pause und trink ausreichend. 

Ich habe mit Pausen etwa 2 Stunden gebraucht, um bis zur letzten Vorratskammer zu kommen. Das ist nicht der Berggipfel, aber schon ziemlich weit oben. Die Pausen lohnen sich auch deswegen, weil die Aussicht auf das Dorf und die gegenüberliegenden Inka-Ruinen spektakulär ist. 

Runter ging es etwas schneller und war weniger anstrengend, aber ich habe mich unsicherer gefühlt, weil ich stellenweise leichte Panik vor Ausrutschen hatte und mich schon den Berg runterkugeln sah. Ist aber zum Glück alles gutgegangen. 

Ollantaytambo
Die obersten Vorratskammern am Pinkuylluna

Von Ollantaytambo nach Maras und Moray

Die einfachste Option ist es, ein Taxi zu nehmen, dass dich zu beiden Orten hinbringt und wartet, während du dir Maras und Moray anschaust. Das kostet etwa 60 – 80 Soles (€ 15 – 20). Ich habe mit drei Taxifahrern gesprochen und alle sagten, du hast 30 Minuten Zeit pro Besichtigung. Das ist ziemlich wenig. Ich habe sowohl in Maras als auch in Moray eine Stunde verbracht. Du kannst versuchen, das mit dem Taxifahrer auszuhandeln. Wahrscheinlich wird er gegen Aufpreis bereit sein, länger zu warten.

Ich habe mich gegen die Taxivariante entschieden und bin auf eigene Faust zunächst nach Urubamba. Das kostet mit dem colectivo 2 Soles. Urubamba liegt 20 km von Ollantaytambo entfernt. In Urubamba gibt es colectivos, die für 5 Soles in das Dorf Maras und manchmal auch zu den Salzpfannen fahren. Ich bin im wahrsten Sinne des Wortes im Dorf gestrandet. Dort bot mir ein Taxifahrer an, mich für 20 Soles zu den Salzpfannen zu bringen und wieder zurück zu bringen, aber da ich gerade einen sparsamen Tag hatte, habe ich abgelehnt. 

Ich stand dann erstmal etwas verloren in der Gegend herum, denn in Maras ist nicht wirklich etwas los. Letztlich hatte ich Glück, denn eine Einheimische erbarmte sich meiner. Ich spreche gut Spanisch, aber leider maximal 10 Wörter Quechua und sie konnte kaum Spanisch. Irgendwie haben wir uns aber doch verständigt, und ein Verwandter oder Bekannter von ihr, der etwas bei den Salzpfannen abliefern oder abholen musste, hat mich für 2 Soles im LKW mitgenommen. 

Von den Salzpfannen aus bin ich dann in einem Touristenkombi bis nach Moray gefahren. Ich habe einfach gefragt, ob noch  ein Platz frei wäre, und das war kein großes Problem. Hat mich 5 Soles gekostet. 

Das gleiche in Moray, wobei die Touristenkombis zurück nach Cusco fuhren und ich in die entgegengesetzte Richtung musste. Die haben mich an einer Hauptstraße abgesetzt und gesagt, ich sollte warten, bis ein colectivo oder shared taxi käme. Netterweise kam nur wenige Minuten später ein shared taxi, das sogar bis Ollantaytambo und nicht nur bis Urubamba fuhr. 

Fazit: Es ist möglich, Maras und Moray von Ollantaytambo auf eigene Faust zu machen, braucht aber ein bisschen Eigeninitiative und vielleicht auch ein bisschen Glück. Aber grundsätzlich kommt man in Lateinamerika eigentlich immer an, wenn man nett fragt. Von Urubamba aus gibt es definitiv colectivos zu den Salzpfannen und nach Moray, das haben mir zwei Leute unabhängig voneinander bestätigt. 

Straße in Ollantaytambo
Straße in Ollantaytambo

Salzpfannen von Maras

Die Salzpfannen von Maras sind genauso wunderschön und fotogen wie sie im Internet aussehen und du kannst dort selbstverständlich soviel Salz kaufen wie du möchtest. Die etwa 3.000 jeweils 5 Quadratmeter großen Salzpfannen werden durch eine unterirdische, stark salzhaltige Quelle gespeist, die vor 110 Millionen Jahren entstand, als sich die Anden formten. Maras liegt mitten in den Bergen auf 3.380 Metern Höhe und die Aussicht ist genauso spektakulär wie in Ollantaytambo. 

Salzpfannen von Maras
Salzpfannen von Maras

Inka-Ruine Moray

Die Inka-Ruinen von Moray bestehen aus diversen  kreisförmigen Terrassen, die von oben total genial und ein bisschen geheimnisvoll aussehen. Es gibt einen Pfad, der bis unten herunter und dann um die Terrassen herum führt. Wie schon erwähnt, brauchst du auch hier mindestens eine Stunde, um den Ort entsprechend zu genießen. Alles andere wäre Hetzerei. 

Jede der Terrassen hat ihr eigenes Mikroklima. Manche Wissenschaftler gehen davon aus, dass Moray für die Inkas ein Freiluft-Labor war, in dem sie ausprobierten, welche Pflanzen unter welchen Bedingungen am besten wuchsen. Zwischen der am tiefsten gelegenen Terrasse und der am höchsten gelegenen können Temperaturunterschiede von bis zu 5°C bestehen. 

Moray
Inka-Ruinen Moray
Moray

Informationen zum Touristenticket Cusco und Sacred Valley

Je nachdem, wie viel Zeit du in Cusco und im Sacred Valley verbringen willst, hast du die Wahl zwischen verschiedenen Touristentickets (Boletos Turísticos), die dich zum Besuch der bekanntesten Inka-Ruinen und Museen berechtigen. Die Preise gelten ausschließlich für ausländische Touristen. Falls du deinen Wohnsitz in Peru hast, bezahlst du weniger. 

Boleto Turístico Integral

Dieses Ticket kostet momentan (2019) 130 Soles (ca € 35) und ist 10 Tage gültig. Du kannst damit folgendes besuchen: 

  • alles im archäologischen Park von Saqsayhuaman oberhalb von Cusco
  • 4 Museen in der Stadt Cusco
  • Zentrum indigener Kunst in Cusco
  • Denkmal Inka Pachacutec
  • Archäologische Fundstätte Tipón, 25 km südostlich von Cusco
  • Archäologische Fundstätte Pikillaqta, 20 km östlich von Cusco
  • Inka-Ruinen Pisac, 35 km nordöstlich von Cusco
  • Inka-Ruinen Chinchero, 30 km nordwestlich von Cusco
  • Inka-Ruinen Moray, ca 50 km nordwestlich von Cusco
  • Inka-Ruinen Ollantaytambo, ca 70 km nordwestlich von Cusco

Boletos Turísticos Parciales

Es gibt drei Teiltickets, die jeweils 70 Soles kosten (ca € 19): 

  • Das Cusco-Ticket für die Museen, das Zentrum indigener Kunst, das Pachacutec-Denkmal sowie die Fundstätten Tipón und Pikillaqta ist 2 Tage gültig. 
  • Das Saqsayhuaman-Ticket ist 1 Tag gültig
  • Das Ticket für Pisac, Chinchero, Moray und Ollantaytambo ist 2 Tage gültig.

Die 2-Tages-Tickets machen meiner Meinung nach keinen Sinn, weil es in Hetzerei ausartet, alles besuchen zu wollen. Selbst, wenn du das Integral-Ticket nicht voll ausnutzt, lohnt es sich der Kauf, denn Saqsayhuaman, Pisac, Ollantaytambo und mindestens 2 Museen in Cusco solltest du dir auf jeden Fall anschauen, wenn du das Sacred Valley besucht. 

ACHTUNG: Die Salzpfannen von Maras sind in keinem Boleto Turístico enthalten. Der Eintritt kostet 7 Soles (ca € 1,80). 

Sonnentempel Ollantaytambo
Sonnentempel Ollantaytambo

Weitere Empfehlungen für Peru

Auch ich habe früher bei Peru fast nur an Machu Picchu und Cusco gedacht, aber tatsächlich hat das Land viel mehr zu bieten. Je nachdem, wieviel Zeit du zur Verfügung hast, solltest du auch folgende Ziele in Erwägung ziehen: 

Lektüre zu Peru

3 Highlights in Perus Sacred Valley
3 Highlights in Perus Sacred Valley

Wer schreibt hier?

Hallo, mein Name ist Daniela. Ich komme ursprünglich aus Deutschland, habe seit 2018 meinen Wohnsitz in Peru und reise als digitale Nomadin durch Lateinamerika. Außer hier schreibe ich auch auf Digital Nomads Peru

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