Galapagos-Inseln: Planung und Anreise

In diesem Artikel erzähle ich dir was du bei der Planung deiner Galapagos-Reise unbedingt beachten solltest und wie das so mit der Anreise abläuft. Außerdem zwischendurch noch ein paar mehr oder weniger kuriose Fakten. Ich selber bin von Guayaquil aus geflogen, aber natürlich ist es auch von Quito aus möglich. 

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Ein relaxter Seelöwe auf San Cristóbal

Flughäfen und reguläre Fährverbindungen (Schnellboote zwischen den Galapagos-Inseln)

Nur vier der Galapagos-Inseln haben eine touristische Infrastruktur, d.h. du kannst dort übernachten: Santa Cruz, San Cristobal, Isabela und Floreana.

Von Guayaquil oder Quito aus kannst du entweder nach Baltra/Santa Cruz oder nach San Cristobal fliegen. Reguläre Fährverbindungen gibt es jeweils um 7:00 und um 14:00/15:00 Uhr zwischen San Cristobal und Santa Cruz und zwischen Santa Cruz und Isabela. Ein Ticket kostet 30 Dollar, du musst eine halbe Stunde vor Abfahrt des Bootes am Pier sein und dein Gepäck wird kurz kontrolliert.

Überleg dir vorher genau, welche Inseln du besuchen möchtest und buche deine Flüge entsprechend. Ich habe es leider umgekehrt gemacht, weil ich sehr billige Flüge nach und von San Cristobal gefunden hatte. Erst nach dem Kauf der Flugtickets habe ich mich näher über die einzelnen Inseln informiert und beschlossen, mich auf San Cristobal und Santa Cruz zu beschränken. Soll heißen, ein Rückflug von Baltra/Santa Cruz nach Guayaquil wäre für mich wesentlich sinnvoller gewesen.

Ablauf am Flughafen Guayaquil

Bevor du einchecken und dein Gepäck aufgeben kannst, musst du bei der Control Migratorio eine Gebühr von 20 Dollar bezahlen. Der Schalter dafür befindet sich links neben den Latam-Checkin-Schaltern. Es steht auch ein großes Schild mit Informationen zu Galapagos davor. Sie fragen dich, bis wann du bleibst und du bekommst ein Formular zum Ausfüllen, die Bestätigung mit deinen persönlichen Informationen und darüber, dass du die Gebühr bezahlt hast sowie eine Galapagos-Karte mit Hinweisen, wie du dich auf den Inseln verhalten sollst. Das Formular kannst du in Ruhe am Flughafen oder im Flugzeug ausfüllen, du musst es erst auf Galapagos wieder vorzeigen.

Das restliche Ablauf ist genauso wie bei jedem anderen Flug. Dadurch, dass es in Ecuador nicht wirklich viele inländische Flugverbindungen gibt, ist der nationale Teil des Flughafens Guayaquil recht klein und gemütlich. So weit ich gesehen habe, gehen fast alle Flüge entweder nach Quito oder nach Galapagos.

Darwinfink
Die Darwinfinken stiebitzen dir gerne mal das Essen vom Teller

Ankunft in San Cristóbal

Kurz vor der Landung wurde die Kabine von den Flugbegleitern desinfiziert, damit nicht versehentlich Insekten nach Galapagos eingeführt werden, die das sehr spezielle Öko-System der Inseln negativ beeinflussen könnten. Keine Angst, sie sprühen in die Gepäckfächer. Man riecht es ein bisschen, aber das war es auch schon.

Im Flugzeug bekommst du noch einen Zettel mit Einfuhrbestimmungen, den du ausfüllen musst.

Auf dem Flughafen musst du gleich nach Ankunft durch eine Passkontrolle. Dort wollen sie auch dein Formular aus Guayaquil sehen. Gleich nebenan bezahlst du dann die Eintrittsgebühr für den Nationalpark in Höhe von USD 100. Ich weiß nicht, ob Kartenzahlung möglich ist, aber nach 2 Monaten Ecuador hatte ich gelernt, dass die Zahlung mit Kreditkarte entweder kompliziert oder mit einer Gebühr von bis zu 12% des Kaufpreises verbunden ist. Kurz und gut, ich habe selten irgendwo so viel Bargeld mit mir herumgeschleppt wie in Ecuador.

Als letztes gibst du dann den ausgefüllten Zettel mit den Einfuhrbestimmungen ab und jagst dein Handgepäck noch einmal durch einen Scanner. Wenn du mit allem fertig bist, wartet dein eingechecktes Gepäck schon lange auf dich. Hier entstehen also keine weiteren Wartezeiten. Vom Flughafen bis nach Puerto Baquerizo Moreno dauert es nur wenige Minuten. Mein Hostel hatte für mich als kostenlosen Service ein Taxi organisiert, da war alles ganz problemlos.

Was nicht problemlos klappte, war die Zeitumstellung. Die Galapagos-Inseln liegen zeitlich eine Stunde hinter dem Festland, aber weder mein Handy noch mein Laptop haben die Zeit umgestellt. Ich habe das tatsächlich erst einen Tag später gemerkt, als ich mit einer Freundin in Deutschland chattete und sie fragte, warum sie so spät (halb eins nachts) noch wach wäre und sie daraufhin meinte, es wäre doch erst halb zwölf. Der Besitzer meines Hostels meinte, das würde öfter passieren, umgekehrt auch ihm, wenn er nach Guayaquil fliegen würde. Die Galapagos-Inseln sind halt speziell :-).

Wenn dir danach ist, kannst du übrigens vom Flughafen auch zu Fuß bis zu deiner Unterkunft in Puerto Baquerizo Moreno laufen. Der Flughafen liegt direkt neben dem Ort. Ein Taxi kostet USD 2. 

Trockenwald auf Galapagos
Bosque Seco (Trockenwald) auf den Galapagos-Inseln

Planung Galapagos - Welche Inseln?

Wie bereits oben erwähnt, ist es aus logistischen Gründen wichtig, dass du dir frühzeitig überlegst, welche Inseln du besuchen möchtest. Abgesehen von deinem Budget hängt das stark von deinen Interessen ab. Welche Aktivitäten möchtest du machen? Welche Tiere möchtest du sehen? Sind Bootsfahrten für dich okay?

Ich hatte sämtliche unbewohnte Inseln von Anfang für mich ausgeschlossen. Zum einen sind die Touren dorthin ziemlich teuer und zum anderen wollte ich nicht mehr Zeit auf einem Boot verbringen als unbedingt notwendig. Ich werde zwar nicht seekrank, aber im Prinzip hasse ich sämtliche Fortbewegungsmittel, egal ob Bus, Boot oder Flugzeug. Ich ertrage es, aber bitte nicht jeden Tag. 

Im Folgenden gebe ich dir einen kurzen Überblick über die Hauptinseln San Cristobal, Santa Cruz, Isabela und Floreana. Plätze zum Schnorcheln und Tauchen findest du überall, tauchen geht allerdings oft nur im Rahmen einer Tour. Da es Aktivitäten sind, die mich nicht interessieren, habe ich mich damit jedoch nicht näher befasst. Folgende Tiere findest du auf allen vier Inseln: Riesenschildkröten, Heeresechsen, Blaufußtölpel, Seelöwen, Darwinfink, Meeresschildkröten, Fregattvögel.

San Cristóbal

Wenn du sportlich und fit bist, kannst du auf San Cristobal ein Fahrrad oder ein Kayak mieten. Ich habe die Insel gewählt, weil man hier auch als weniger abenteuerlustiger Besucher gut zurecht kommt. Meinen ausführlichen Artikel über die Highlights auf San Cristobal für Landratten kannst du hier lesen.

Santa Cruz

In Santa Cruz‘ Hauptstadt Puerto Ayora kannst du jede Menge Touren zu den anderen Inseln buchen. Als Last-Minute-Angebote für den gleichen oder folgenden Tagen waren sie mit Preisen zwischen 30 und 80 Dollar teilweise wesentlich billiger als ich gedacht hatte. Die meisten dieser Tour beinhalten Tauchen und Schnorcheln. Touren ins Landesinnere musst du zumeist per Taxi machen. Dort kannst du Galapagos-Riesenschildkröten sehen und Lavatunnel besichtigen. In bzw in der Nähe von Puerto Ayora liegen das Darwin Research Center und Tortuga Bay

Isabela

Auf Isabela gibt es 5 aktive Vulkane. Flächenmäßig ist es die größte Insel des Archipels. Man kann dort einige Tierarten sehen, die es auf San Cristobal und Santa Cruz nicht gibt. Übernachten kann man in Puerto Villamil, einem kleinen Ort an der südöstlichen Ecke von Isabela. Ich hatte die Insel anfangs mit eingeplant, mich dann aber letztlich dagegen entschieden, weil es doch eher ein Ziel für Reisende ist, die gerne auch lange Strecken von mehr als 8 km wandern. Zwar kommt man zu einigen Zielen auch per Taxi, aber dann wäre es gleich wieder um einiges teurer geworden und irgendwie ist das ja auch langweilig. Inselspezifische Tiere sind nicht flugfähige Kormorane, Galapagos-Iguanas, Flamingos, Galapagos-Seelöwen und Galapagos-Pinguine

Floreana

Floreana kann man von Santa Cruz aus per Tagesausflug im Rahmen einer Tour besuchen oder man macht sich eigenständig auf den Weg und übernachtet in dem winzigen Ort Puerto Velasco Ibarra. Floreana wurde erstmals von Europäern besiedelt, die in irgendwelche obskuren Machenschaften verwickelt waren. Auf der Insel gibt es bis heute keine Autos, so dass man sich um einige Jahrzehnte zurückversetzt fühlt. Floreana hätte ich gerne besucht, aber es gibt keine festen Zeiten für Abfahrtszeiten von Booten ab Puerto Ayora/Santa Cruz und da mein Aufenthalt auf den Galapagos-Inseln mit 8 Tagen ja nun doch nicht arg so lang war, habe ich die Idee  dann doch wieder verworfen. Inselspezifische Tiere sind Flamingos und Galapagos-Pinguine.

Geldautomaten auf den Galapagos-Inseln

Nicht nur auf den Galapagos-Inseln, sondern in ganz Ecuador wird lieber Bargeld genommen. Wenn du per Karte bezahlen willst, kommt entweder oft eine Gebühr dazu oder es ist einfach nur aufwendig, weil du nicht einfach nur deine PIN eingeben, sondern auch deinen Pass vorzeigen muss und etwas unterschreiben musst. Nach zwei Karten-Einkäufen in Supermärkten auf dem ecuadorianischen Festland habe ich beschlossen, dass es einfacher ist, Geld aus dem Automaten zu holen und fortan alles in bar bezahlt.

Auf San Cristobal und auf Santa Cruz gibt es Filialen der Banco del Pacífico, zu denen logischerweise auch Geldautomaten gehören. Im äußersten Notfall kannst du dir dort auch Geld per Western Union schicken lassen. Da es mir auf dem Festland einige Male passiert war, dass Geldautomaten mir nichts gaben, hatte ich genug Bargeld für meinen Aufenthalt auf den Galapagos-Inseln mitgenommen. Da ich keine teuren Touren gemacht hatte, war das auch gut machbar und ich hatte zum Schluss sogar noch einiges übrig.

Wäsche waschen auf den Galapagos-Inseln

Das ist ein Thema, um das du dir zumindest auf den Inseln San Cristóbal und Santa Cruz gar keine Gedanken machen musst. Sowohl in Puerto Ayora als auch in Puerto Baquerizo Moreno findest du jede Menge Waschsalons (Lavanderías), in denen du deine dreckige Wäsche abgeben und wenige Stunden später wieder abholen kannst. Abgerechnet wird per Kilo, du kannst mit Preisen von 1,50 – 2,00 Dollar pro Kilo rechnen.

Preise auf den Galapagos-Inseln

Während es kein großes Problem ist, ein Zimmer mit Bad für 20 – 25 Dollar/Nacht zu finden und ich auch viele günstige Last-Minute-Angebote für Tagestouren gesehen habe, sind Lebensmittel und Restaurants wirklich teuer. Wenn du nicht 15 – 20 Dollar für dein Mittag- oder Abendessen bezahlen willst, musst du dich von den “Touristenmeilen” in Puerto Ayora und Puerto Baquerizo Moreno fernhalten. Etwas abseits vom Trubel findest du dann auch Menüs für 5 – 10 Dollar.

Kleinigkeiten im Supermarkt sind grundsätzlich teuer. Eine kleine Flasche Wasser kostet 1 Dollar. Einmal lachte mich eine Mini-Packung M&M’s an, der ich nicht widerstehen konnte, aber dieses zweifelhafte Vergnügen kostete mich 2 Dollar. Das gleiche gilt für andere Snacks, die man gerne mal unterwegs dabei hat. Also, wenn du jemand bist, der viel Nahrung braucht, bereite dich entweder darauf vor, relativ viel Geld für Essen auf den Galapagos-Inseln zu lassen oder mach’ eine kleine Diät.

Galapagos-Riesenschildkröte auf San Cristóbal

Abflug vom Flughafen San Cristóbal

Anders, als du oftmals lesen kannst, musst du auf keinen Fall zwei Stunden vor Abflug dort sein. Sowohl das Einchecken als auch die Sicherheitskontrolle sind eine Sache von wenigen Minuten. Um genau zu sein, solltest du nicht früher als notwendig durch die Sicherheitskontrolle, denn in dem Wartesaal gibt es außer Sitzplätzen und Toiletten schlichtweg nichts. Keine Möglichkeit, einen Cappuccino zu trinken oder ein Sandwich zu essen. Netterweise kannst du mit deiner vollen Wasserflasche durch die Sicherheitskontrolle. Ich hatte zum Glück auch noch eine Packung Kekse dabei, die ich vor dem Abflug ziemlich frustriert aufgefuttert habe. Zurück in Guayaquil habe ich mich dann mit einem guten Abendessen für unfreiwillige Diät entschädigt. 

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Bücher über Ecuador

Ecuador ist kein typisches Reiseland. Wer nicht mit dem Bus unterwegs ist, lässt das kleine Land an der Pazifikküste oft einfach links liegen und fliegt direkt von Kolumbien nach Peru. Das ist schade, weil Ecuador geographisch ähnlich wie Peru aufgeteilt ist (Küste, Andengebiet, Dschungel) und eine Menge zu bieten hat. Wenn du mehr über Ecuador erfahren möchtest, empfehle ich dir folgende Bücher: 

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Planung Galapagos
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Die Autorin

Daniela kommt ursprünglich aus Deutschland. Im Oktober 2014 hat sie alles verkauft, ihren Job gekündigt und lebt seitdem als digitale Nomadin. Die meiste Zeit ist sie in Lateinamerika anzutreffen. Sie liest gerne und viel, praktiziert Yoga und interessiert sich für psychologische, soziologische und ökologische Themen. Außer hier schreibt sie auch auf Digital Nomads Peru

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