Auf dem Landweg von Peru nach Ecuador: Tumbes – Cuenca

Keine Ahnung, ob diesen Artikel jemals jemand lesen wird, denn irgendwie scheint diese Route wenig populär zu sein. Ich habe während der ganzen Reise kein Wort Englisch oder gar Deutsch um mich herum gehört. Andererseits ist ja extrem selten, dass nur eine einzige Person auf der Welt etwas Bestimmtes macht bzw sucht. Naja, und nachdem ich im Vorfeld weder online noch durch Herumfragen in Peru wirklich sinnvolle Informationen bekommen konnte, wie ich denn nun am besten über die Grenze gelange und von Tumbes nach Cuenca komme, habe ich beschlossen, es einfach mal aufzuschreiben. Ich habe keine zum Text passenden Fotos gemacht, weil ich einfach keine Lust habe, auch noch mit Handy oder gar Fotoapparat herumzuhantieren, wenn ich hinten den großen und vorne den kleinen Rucksack trage. Ich hoffe, das wird mir verziehen. 

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Direkte Busse von Tumbes nach Cuenca

Ich hatte eigentlich nicht vor, die Grenze per Taxi zu überqueren, aber da ich weder online noch in Ort vor Tumbes genaue Informationen zu den Bussen bekommen konnte, habe ich die mit ca 16 Dollar etwas teuere Taxivariante Tumbes – Huaquillas gewählt.

Trotzdem teile ich hier mit dir das, was ich bzgl. Bussen herausfinden konnte.

Die Busgesellschaft Azuay fährt die Strecke Chiclayo – Cuenca. Der Bus hält dann irgendwann nachts in Tumbes. Wo und wann genau kann ich dir leider nicht sagen, da ich für mich beschlossen hatte, die Grenze nicht nachts zu überqueren. Nicht, weil ich es für gefährlich halte, sondern weil ich es einfach nervig finde.

Mit Cifa International kommst du laut Information eines Taxifahrers und meines Hotels von Tumbes nach Huaquillas. Ich hatte versucht, dort anzurufen und habe auch eine Email geschickt, leider beides erfolglos.

Falls du es schaffst, ohne die Taxivariante von Tumbes nach Cuenca zu kommen, kann schreib mir doch einfach und ich ergänze die Informationen hier.

Mit dem Taxi über die Grenze

Peruanische-ecuadorianische Grenze
Mototaxis auf der Straße nach Huaquillas

Um nach Huaquillas in Ecuador zu kommen, brauchst du keinen Einreisestempel. Die Stadt ist Zona Franca. Da du aber wahrscheinlich nicht dort bleiben, sondern weiterreisen möchtest, musst du offiziell aus Peru aus- und nach Ecuador einreisen. 

Der Grenzübergang dafür ist irgendwo an der Autobahn. Mit dem Taxi dauerte es von Tumbes aus etwa eine halbe Stunde und kostete 40 Soles (ca € 10,50). Mein Taxifahrer hat mich auf der peruanischen Seite abgesetzt, was völlig unnötig war. 

Die peruanische Seite ist zuständig für die Ausreise aus Ecuador und die Einreise nach Peru. 

Die ecuadorische Seite wiederum ist zuständig für die Ausreise aus Peru und die Einreise nach Ecuador. 

Auf beiden Seiten bekommst du deinen Ein- und Ausreisestempel im gleichen Raum, nur an verschiedenen Schaltern. 

Da ich auf der peruanischen Seite gestrandet war, musste ich nochmals ein Taxi nehmen, um auf die ecuadorische Seite zu gelangen. Das kostete 10 Soles (ca € 2,60). Bitte versuch nicht zu laufen, es ist zu weit, ca 4 km. 

Die ganze Prozedur der Ein- und Ausreise dauerte ca 15 Minuten, und ich glaube, ich war die einzige nicht spanischsprachige Ausländerin. 

Der ecuadorianische Beamte hat mich gefragt, wie lange ich bleibe, was ich beruflich mache und wohin ich von Huaquillas aus fahre. 

Eigentlich verlangt Ecuador einen Krankenversicherungsnachweis von Touristen, tatsächlich hat niemand gefragt. Trotzdem solltest du natürlich eine Krankenversicherung haben, wenn du im Ausland unterwegs bist. Ich selber nutze SafetyWing

Nach der erfolgreichen Einreise folgte die letzte Etappe der Grenzüberquerung: Mit Taxi zum Busbahnhof nach Huaquillas. Kosten: USD 3 (Ecuador benutzt amerikanische Dollar als Währung, deshalb bleibe ich von jetzt an bei den Dollarangaben). 

Huaquillas

Huaquillas

Wie bereits erwähnt ist Huaquillas Zona Franca. Im Grenzbereich findest du jede Menge kleiner Geschäfte und ambulante Verkäufer. Wenn du irgendwas vergessen hast, wirst du dort sicher fündig. 

Zudem kannst du von Huaquillas aus in alle größeren Städte Ecuadors fahren. Leider gibt es nicht einen großen Busbahnhof, sondern jede Busgesellschaft hat ihren eigenen kleinen Terminal. 

Ich habe meinem Taxifahrer gesagt, dass ich nach Cuenca fahren möchte und er hat mich daraufhin beim Azuay-Terminal abgesetzt. 

Bus Huaquillas - Cuenca

Nachdem ich ca € 16 für die Taxifahrten ausgegeben hatte, war die 5,5stündige Fahrt nach Cuenca mit 8 Dollar ausgesprochen billig. 

Azuay hat täglich mehrere Fahrten nach Cuenca. Ich kam um halb elf am Busbahnhof an und konnte um 12 Uhr fahren. 

Der Bus fährt nicht durch, sondern hält in mehreren kleineren Orten oder einfach am Straßenrand. Meistens steigen dann auch kurz ambulante Verkäufer zu, bei denen du dich mit Essbarem versorgen kannst. 

Es gab zwar eine Toilette, aber sie war nicht benutzbar. Das mag in anderen Bussen anders sein. Wir haben nach ca der Hälfte der Fahrt einen kurzen Stopp an einer Raststelle gemacht, wo man auf die Toilette gehen und etwas im Supermarkt kaufen konnte. 

Einen Teil der Strecke ging es durch die Anden mit ziemlich vielen Kurven, wo ich persönlich froh war, dass ich zuvor nicht so viel gegessen hatte. 

Ankunft in Cuenca und eine schlechte Taxi-Erfahrung

Cuenca hat einen großen Busbahnhof mit kleinen Geschäften, Bankautomaten und Restaurants. Da mein Magen sich mittlerweile beruhigt hatte und anfing zu knurren, habe ich mir erstmal eine Empanada gegönnt. Ich finde es immer interessant, wie Empanadas je nach Land in Bezug auf Aussehen,  Größe und Art der Zubereitung variieren. In Ecuador sind sie ziemlich groß. 

Nachdem ich eigentlich schon ganz relaxt war, folgte dann noch ein nerviges Erlebnis mit einem Taxifahrer. Zunächst einmal war ich überrascht, dass ich anders als in Peru nicht von Taxifahrern überrannt wurde, als ich aus dem Busbahnhof kam, sondern tatsächlich warten musste. 

Da ich mittlerweile weiß, dass die meisten Taxifahrer keine Ahnung und kein Navi haben, zeige ich ihnen meine Adresse immer auf einem Blatt Papier und auf GoogleMaps und frage, ob das okay ist. 

Mein Airbnb lag in der Julia Arízaga und der Fahrer fuhr zu José Arízago. Als ich ihm sagte, dass wir falsch sind, wurde er extrem pampig. Er könne ja nicht alle Straßen in Cuenca kennen und ich hätte ihm den Sektor sagen müssen. Wenn nicht mein Rucksack in seinem Kofferraum gewesen wäre, wäre ich in dem Moment ausgestiegen. 

So bin ich ruhig geblieben und habe ihn mit Hilfe meines Handys an die richtige Adresse gelotst. Anstatt sich zu bedanken, schimpfte er die ganze Zeit weiter und wollte dann am Ziel 5 Dollar statt 3. Allerdings wartete mein Airbnb-Host vor der Tür und die hat den Fahrer dann so richtig zur Schnecke gemacht. 

Und ich beschloss, mich in Cuenca nur zu Fuß oder per Bus fortzubewegen. 

tumbes cuenca auf dem landweg
Landweg Tumbes Cuenca

Wer schreibt hier?

Hallo, mein Name ist Daniela. Ich komme ursprünglich aus Deutschland, habe seit 2018 meinen Wohnsitz in Peru und reise als digitale Nomadin durch Lateinamerika. Außer hier schreibe ich auch auf Digital Nomads Peru

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